Diäten haben gerade Hochkonjunktur. Es ist Anfang des Jahres. Da nehmen sich viele Menschen vor, das Eine oder Andere (vermeintlich) besser zu machen. Zum Sommeranfang werden dann die Blitzdiäten für die Bikini-Figur aus dem Boden sprießen. Aber jetzt ist Winter und die Fitness-Trainer sagen: Die Bikini-Figur wird im Winter gemacht!
Und weil jetzt gerade Diät-Saison ist, sage ich da jetzt auch noch was dazu:

Eigentlich ist es ja ganz einfach: Wenn ich mehr Energie in Form von Essen, also Kalorien zu mir nehme als ich verbrauche, dann nehme ich zu. Und wenn ich weniger zu mir nehme, dann nehme ich ab. Und wenn es sich die Waage hält, hält sich die Waage eben auch.

Das ist alles im Prinzip richtig so und doch sind wir Menschen keine Maschinen und jeder Mensch ist anders.

Manche sind ganz gelassen, achten ab und zu auf die Waage und wenn sie merken, dass sie zugenommen haben, dann essen sie eben mal eine Weile ein bisschen weniger. Andere möchten unbedingt abnehmen oder haben große Angst zuzunehmen und wiegen jedes Salatblatt ab. Vielleicht nehmen sie dann erstmal ab, aber dabei verlieren sie die Fähigkeit, das Essen zu genießen. 

Aber das müssen wir. Wenn wir das Essen nicht mehr genießen können, dann geht uns ein ganz wichtiger Teil unserer Lebensqualität verloren. Kalorien sind keine kleinen Tierchen, die nachts heimlich die Kleider enger nähen, sie sind eine Maßeinheit für die Energie, die in der Nahrung steckt. Und Energie brauchen wir nun mal zum Leben. Das gilt für jeden von uns, egal wieviel wir wiegen.

Wenn wir mehr essen als wir brauchen, dann nehmen wir zu, denn der Körper weiß nicht wohin mit dem “Zuviel” und deshalb lagert er es für schlechte Zeiten in diesen Fettpölsterchen ein, die wir nicht lieben. Essen wir weniger als wir brauchen, dann greift der Körper auf diese Speicher wieder zurück und wir nehmen ab. Der Körper tut das aber nur zähneknirschend und gleichzeitig verbreitet er jede Menge Hunger und schlechte Laune.

Und wenn es blöd läuft, dann schränken wir uns so sehr ein, dass Heißhunger entsteht. Es wird schwer, die strengen Regeln einzuhalten und es kommt zu etwas, was Betroffene Fressanfälle nennen. Wir nehmen zu, obwohl wir eigentlich abnehmen wollten.

So kann auf Dauer in eine Essstörung entstehen.

Was ich damit unbedingt ganz deutlich sagen will:

Diäten, bei denen wir mit rigiden Maßnahmen schnell viel abnehmen wollen, um anschließend zu der Ernährung zurück zu kehren, die uns in diese Lage gebracht hat, kann ich nicht empfehlen!!!

Damit will ich nicht sagen, dass Ihr nichts machen könnt, um Euch fitter zum fühlen, um besser die Treppen hoch zu kommen oder Euch besser konzentrieren zu können und vielleicht (ja vielleicht) auch etwas abzunehmen. Viel wichtiger als die Menge ist die Qualität unseres Essens. Und dabei geht es nicht um Einschränkung, sondern darum dem Körper alles zu geben, was er braucht, um gesund und vital zu sein.

Das ist aber kein Sprint, es ist nicht mal ein Marathon, denn auch ein Marathonläufer ist ja irgendwann mal im Ziel angekommen. Ich möchte Euch aber zu einer nachhaltigen Veränderung zum gesünderen Leben ermutigen. Eine Veränderung, die niemals aufhören muss, weil sie uns so gut tut.
Auf diesem Weg geht es in diesem Blog in den nächsten Wochen Schritt für Schritt weiter.